Die reiche Witwe
Agatha von Thielen ist
eine sanftmütige Person, die
ihren
Mitmenschen äußerst herzlich begegnet.
Doch hinter ihrer überbordenden
Freundlichkeit und etwas plumpen
mütterlichen
Vertrautheit lauert eine
Prise sorgsam versteckter Melancholie, die ab
und an zutage tritt.
Die Ursache dafür liegt im Tod ihres Ehemanns
Oskar
begründet, der eine
große Lücke in Agathas wohlgeordnetes Leben
geschlagen hat. Diese Lücke
versucht sie vergeblich mit Hilfe von
Pralinen zu schließen.
Gräfin von Thielen hat notgedrungen die
Handelsgeschäfte
ihres Mannes
übernommen. Durch zahlreiche
Vertragsangebote versucht
sie, die anderen
Bewohner der Neuen Welt fester
an sich zu binden und
damit ihrer
Einsamkeit zu entfliehen. Als
Verbündete ist sie daher
auch
immer
zuverlässig und hilfsbereit.
Niedertracht, Gewalt und schlechte Manieren verabscheut
Agatha zutiefst.
Dennoch muss einiges zusammenkommen, bis
sie sich
zu
einer Kriegser-
klärung aufraffen kann. Es ist so schwer, die
Gräfin zu
verärgern, dass ihre
überbordende Freundlichkeit und Milde
auf Dauer
ein wenig anstrengend
und aufdringlich wirken kann.
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