Hariato  Hariato

Horatio war schon immer ein wenig anders als die  anderen. Als  Sprössling  einer wohlhabenden  Patrizierfamilie   wurden   seine   geniale   Veranlagung   und   sein Einfallsreichtum schon in frühen Jahren erkannt und gefördert.

Doch Horatio beendete die teuere universitäre  Ausbildung  vorzeitig  und  setzte sich zum Schrecken einer Verwandten in die neue Welt ab, wo er hoffte Ruhe  und Entspannung zu finden.

Zu seinem Seidwesen sprachen sich jedoch auch hier seine Fähigkeiten  herum  und er sah sich genötigt, seinen Aufenthaltsort häufig zu wechseln.  Selbst  jetzt, da  er ein beinahe biblisches Alter erreiht hat, ist Horatio  noch  nicht  wirklich  sesshaft geworden.

Während er regelmäßig  leiblichen  Genüssen - vor a llem  dem  Alkohol - erliegt, erfindet   Horatio   fast   wie   von    selbst   und   ohne   jede    Anstrengung,   die außergewöhnlichsten  Dinge  -  quasi  als   Abfallprodukt   seines   hedonistischen Rausches. Doch Hotario verleugnet diese Genialität  nur  allzu  gern,  denn  der faule Erfinder schlägt sich lieber den Bauch voll und die  Nacht  um  die  Ohren, als d en  Erwartungen  seiner  Umwelt  gerecht  zu   werden   und   als   Gelehrter ernsthafte wissenschaftliche Forschungen zu betreiben.

Der Alterstarrsinn Hotarios wird bereits  dadurch  deutlich,  dass  der  spöttische Erfinder  seine   wohlhabende   Herkunft   bis   zum   heutigen   Tage   konsequent verleugnet. Niemand in der neuen Welt kennt seinen vollen Namen.


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